Kurz gesagt: Streusalz ist auf privaten Gehwegen in vielen Kommunen verboten oder nur in Ausnahmen erlaubt. Stattdessen sollen abstumpfende Streumittel wie Splitt oder Sand verwendet werden. Was genau gilt, regelt Ihre Stadt — die Tendenz ist aber bundesweit klar: weg vom Salz.
Im Folgenden erfahren Sie, warum Salz problematisch ist, welche Alternativen sich bewährt haben und wann ein Einsatz trotzdem zulässig sein kann.
Warum ist Streusalz problematisch?
Salz wirkt zwar schnell gegen Glätte, hat aber erhebliche Nachteile. Vier Punkte werden in der Diskussion immer wieder genannt:

Vier zentrale Probleme von Salz
Die wichtigsten Argumente gegen Salzeinsatz auf Privatflächen:
- Es schädigt Pflanzen und Bäume, weil das salzhaltige Schmelzwasser in den Boden gelangt.
- Es reizt die Pfoten von Tieren.
- Es greift Beton, Pflaster und Metall an und beschleunigt deren Verschleiß.
- Es belastet das Grundwasser.
Welche Streumittel sind erlaubt und sinnvoll?
Empfohlen werden abstumpfende Mittel, die für Griffigkeit sorgen, ohne die Umwelt zu belasten. Drei Optionen sind besonders verbreitet: Splitt ist griffig und wiederverwendbar; Sand ist günstig und umweltfreundlich; Granulat ist staubarm und gut zu verteilen. Diese Mittel schmelzen das Eis nicht, sorgen aber für Trittsicherheit. Nach dem Winter sollte das Streugut zusammengekehrt und entsorgt werden.
Wann ist Streusalz ausnahmsweise erlaubt?
Viele Satzungen lassen Salz nur in Ausnahmefällen zu — etwa bei Eisregen oder an besonders gefährlichen Stellen wie steilen Treppen, wo abstumpfende Mittel nicht ausreichen. Im Zweifel gilt die Regelung Ihrer Stadt.
Richtig streuen: ein paar Tipps
Vier kurze Regeln machen den Unterschied: Erst räumen, dann streuen — Streumittel wirkt nur auf geräumtem Untergrund richtig. Gleichmäßig und nicht zu sparsam verteilen. Bei anhaltender Glätte nachstreuen. Streugut nach dem Winter aufkehren und entsorgen.
Pflicht bleibt Pflicht
Egal welches Streumittel: Ihre Räum- und Streupflicht müssen Sie erfüllen — sonst drohen im Schadensfall Haftungsfragen (siehe Streupflicht: Wer muss räumen?). Wer sich Arbeit und Materialfrage sparen möchte, gibt den Winterdienst an einen Fachbetrieb ab.